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Frankfurter
Initiative zur Erhaltung
Hans-Jürgen Krahl, der im Februar 1970 bei einem Verkehrsunfall ums
Leben kam, galt als einer der Genien der Frankfurter
Studentenbewegung und des Sozialistischen Deutschen Studentenbundes
(SDS). Er war ein Schüler von Theodor W. Adorno, überwarf sich
allerdings mit seinem Lehrer während des „Aktiven Streiks“ im
Wintersemester 1968/69. Seine Schriftensammlung „Konstitution und
Klassenkampf“ erschien nach seinem Tod im Verlag „Neue
Kritik“, übte bis in die späten siebziger Jahre eine kaum zu überschätzende
Wirkung auf die Theoriebildung der deutschen Linken aus. Aber das
Gedächtnis ist kurz. Krahls Grab in Hannover-Ricklingen ist heute
eingeebnet und droht zum 10. Februar endgültig aufgelöst zu
werden, da er keine lebenden Angehörigen hat. Der Frankfurter
Verlag „Neue Kritik“ hat deshalb eine „Initiative zum Gedächtnis
an Hans-Jürgen Krahl“ ins Leben gerufen, die um Spenden bittet,
damit die Erhaltungskosten für das Grab, rund fünftausend Euro,
aufgebracht werden können.
L. J.
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